... mit unendlich vielen verschiedenen Userprofilen. Hinter jedem Profil steckt ein Mensch - mit individuellen Sehnsüchten, Wünschen und Absichten. Mit Sicherheit werden Ihnen - aus Ihrer Sicht - viele Merkwürdigkeiten im WWWeb begegnen. Denn Eines ist klar: Nicht Jeder passt zu Jedem. Doch gerade das macht die virtuelle Welt auch interessant.
Wichtig ist nur, dass Sie sich bei Kontakten, die Ihnen unheimlich sind, schützen. Im Notfall hilft der Blocken-Button, der mit einem einzigen Klick Belästigern den Kontakt zu Ihnen abschneidet.
Die gute Nachricht: In drei Jahren musste ich ihn nur zweimal nutzen.
Hilfreich im Netz: Toleranz und Humor
Bei mir hat die Humor-Methode gut gewirkt. Über unverschämte und dumme Mails habe ich mich - meistens - nicht geärgert, sondern mir den Spaß gemacht, den Absender verbal aufs Korn zu nehmen. Bei einigen von mir gut platzierten Retourkutschen bin ich vor Lachen fast vom Computerstuhl gefallen.
Hier das Beispiel eines Herrn, der zwar 'im Bilde' über meine Person war, selbst aber fotolos durch's Netz schwirrte und sich darüber ärgerte, dass ich für Gleichberechtigung plädierte, also meinerseits auf ein Foto von ihm bestand:
anders (43): "Hallo Optikerin. Da Du so nach dem Äußeren gehst, habe ich wohl kaum eine Chance. Aber überleg mal, wie das wäre, Schönheit und Geist miteinander zu verbinden."
try2find: "Danke. Diese Fusion ist mir bereits gelungen!"
Allerdings habe ich immer darauf geachtet, mein Gegenüber nicht persönlich zu beleidigen. Ich habe lediglich mit den von ihm verschobenen Fakten gespielt.
Vielfach hatte ich den Eindruck, dass mein Mailpartner dabei nicht mal bewusst geschwindelt hatte, sondern tatsächlich von der Richtigkeit seiner Angaben zu seiner Person überzeugt war.
Bleiben Sie also einfach locker: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Toleranz ist, wenn man sich und anderen kleine Fehler verzeiht.
Machen Sie mal Pause!
Ich selber hatte von Zeit zu Zeit das Bedürfnis, eine Pause von der virtuellen Welt einzulegen: Wenn ich nicht mehr humorvoll auf seltsame Mails reagierte und nicht mehr genau hin sah, mit wem ich es als Mailpartner zu tun hatte.
Das ist ein Stadium, in dem man nur negative Eindrücke sammelt, das der eigenen Gefühlswelt nicht gut tut und das man dringend rechtzeitig erkennen und verlassen sollte.
Nach einer heilsamen Web-Pause kann man sich danach wieder mit positiver Energie an die Partnersuche im Netz machen. Der einzige Zustand, in dem man in dieser Disziplin erfolgreich sein wird
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 Foto: © Katja Imscher/ PIXELIO Beherzt loslaufen - dem Glück entgegen
Hilflose Suchmaschine
Dass meine Suche lange Zeit erfolglos blieb, daran ist also mit Sicherheit nicht die arme Suchmaschine Schuld, die gewissenhaft den Userkatalog nach den Kriterien filterte, die ich eingegeben hatte.
Der Faktor Mensch hat einfach seine Tücken, die oft genug in der Diskrepanz zwischen der Realität und der eigenen Selbstwahrnehmung verborgen liegen. Im Netz werden Kleinwüchsige zu Riesen. Rentner klicken die Last der Jahre einfach weg, und Figurprobleme gibt es nicht. Hier ist jeder schlank.
Der Cinderella-Effekt
Probleme treten natürlich dann an's Licht, wenn so ein(e) angebliche(r) Traumprinz(essin) den Schritt in die Realität wagt. Beim ersten Date haben diese User ähnliche Probleme wie Cinderella beim zwölften Gongschlag der Kirchturmglocke.
Allerdings - und das möchte ich explizit erwähnen - hatte ich neben vielen wundersamen auch viele wunderbare Begegnungen, virtuell wie real, mit tollen Männern.
Meine Zeit im Netz war keinesfalls verschenkte Zeit. Das würde ich sogar dann so sehen, wenn ich meinen Mr. Right nicht gefunden hätte. Dann würde ich frohen Mutes weiter suchen. Denn ich bin mir sicher: Irgendwo ist er, der richtige Partner für jeden von uns.
Man darf sich auf dem Weg dorthin nur nicht von den Mr(s) Wrongs entmutigen lassen, die ja durchaus der / die Mr(s) Right für eine(n) andere(n) User(in) sein können.

Wie es noch mehr Spaß macht? Mit Humor!
Witzige - nicht ganz ernst zu nehmende -Fundstücke, die mir "INS NETZ GEGANGEN" sind:
Witzbold (32): „Ich suche gleichwertige Partnerin, die es liebt, Wasser über den Kopf zu kriegen, Mäuse im Bett zu finden und an Türklinken zu fassen, die unter Strom stehen. Sollte mehr Humor haben als meine letzten 32 Freundinnen!!“
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Supersusi (37): „Ich bin eine super attraktive, intellektuelle Blondine. Ich bin reich, habe Liebhaber in rauhen Mengen und irre viel Spaß am Leben. Kurzum: Ich hab's nicht nötig, mein Geld oder meine Zeit für Nieten zu verschwenden, die sich im Internet rumtreiben. Deshalb werde ich auch niemandem antworten, der mir schreibt!"
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Dr.No (48): „Attraktiver Arzt sucht Mädchen mit innerer Schönheit. Röntgenbilder bitte an: Dr.No....“
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Anders (43): „Attraktiv, reich, gebildet, intelligent, geistreich, sportlich, elegant, sensibel, humorvoll, welterfahren und erfolgreich ... bin ich NICHT. Aber Du? Dann schreib mir bitte! Wir würden uns doch super ergänzen!“
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