Die große Liebe - nur einen Mausklick entfernt!?Riesen-Auwahl am Partnermarkt: Etwa 9 Millionen Singles sind online auf Partnersuche. Chance oder Fluch? |
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Viele Singles - Viele mögliche Partner Einerseits. Andererseits liegt gerade hier die Schwierigkeit: Die Partner-Pirsch gleicht oft der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Dabei suggerieren namhafte Flirtbörsen gerne den schnellen Erfolg: „Ihre große Liebe ist nur einen Mausklick entfernt“. Doch das Internet ist nicht der Ottokatalog: Der Traumpartner wird nicht frei Haus geliefert. Schon gar nicht in mausklickschnelle. Geduld ist also eine Tugend, die ‚frau’ bei Ihrer Suche dringend benötigt. Bei mir hat es bis zum Happy End immerhin drei Jahre gedauert. Allerdings unterschreiben Sie keine Ausschließlichkeitsklausel, wenn Sie sich bei einer Partnerbörse anmelden. Sie müssen deshalb nicht mit geschlossenen Augen durch die reale Welt gehen. Vielleicht fährt Mr. Right Sie ja tatsächlich im Supermarkt mit dem Einkaufswagen an. Dann: Herzlichen Glückwunsch!
Die Partnersuche im Internet ist besser als ihr Ruf Mein größter Fehler in der Anfangszeit bestand darin, dass ich glaubte, erwachsene Menschen würden sich bei der Partnersuche auch erwachsen verhalten. Nachdem sich aber die meisten der virtuellen Prinzen beim ersten Date in Frösche verwandelten, viele meiner Date-Partner beim Eintritt in die reale Welt spontan um Jahre alterten oder ihre Figur dabei so gelitten hat, dass ‚frau’ den sportlichen Mittvierziger in der wabernden Körperfülle nur schwer ausmachen konnte, habe ich versucht hinter den Fassaden der Userprofile die Wahrheit zu entdecken. Heute bin ich Expertin im ‚Zwischen den Zeilen Lesen’ und erkenne schnell mit wem ich es wirklich zu tun habe. Mit dem Wissen von heute hätte ich meine Suche deutlich abkürzen können. Allerdings hätte ich auch diese witzigen Storys verpasst und somit mein Buch nie geschrieben. Insgesamt habe ich aber sehr viel mehr positive Erlebnisse zu vermelden. In ihren Einzelheiten sind die aber leider nicht so unterhaltsam, wie die witzigen Geschichten, die sich aus der oft verblüffenden Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Realität verschiedener User ergeben. Sicher ist diese ungerechte Auswahl an Geschichten ein Grund, warum das Internet in Sachen Partnersuche immer noch mit einem so schlechten Ruf zu kämpfen hat.
Dem ‚Netz’ auf den Zahn gefühlt Als Tortendiagramm stellt sich das ‚Netz der einsamen Herzen’ etwa so dar: Ein Drittel aller User in einer Flirtbörse fühlen sich virtuell so wohl, dass sie den Schritt in die Realität niemals wagen werden. Diese Herren sind harmlos und können als Brieffreund durchaus unterhaltsam sein. Andererseits sind sie Zeit raubend. Mr. Right ist in dieser Kategorie nicht zu finden. Ein weiteres Drittel ist den Verlockungen der virtuellen Welt längst erlegen und nutzt die Anonymität und die Schnelligkeit der virtuellen Kontaktaufnahme um ihr reales Sexualleben abwechslungsreich zu gestalten. Vorsicht! Einige dieser Mr. Wrongs wissen nur zu gut, was Frauen gerne hören und können daher schnell mit einem Mr. Right verwechselt werden. Liebeskummer ist hier vorprogrammiert. Das letzte Drittel enthält die Männer, die seriös nach einer Partnerin suchen. Mr. Right inbegriffen – unter anderem. Allerdings lässt sich auch dieses letzte Tortenstück weiter unterteilen. Nach der Feinfilterung - passende Alterklasse, Lebenssituation, Wohnort, etc. - bleibt vielleicht ein Prozent der Herren als Mr.-Right-Anwärter übrig. Klingt wenig. In Zahlen ausgedrückt dürften es aber immer noch mehrere hundert sein. Das sind mehr als Sie im realen Leben jemals treffen werden.
Bitte mit (Bauch)Gefühl Damit sind wir auch schon beim wichtigsten 'Spamfilter' im Netz der einsamen Herzen. Ihrem Bauchgefühl. Es ist schlauer als Sie denken und - das zeigen neueste Untersuchungen - sogar treffsicherer als der Intellekt. Gut geübt und richtig justiert, wird es Ihnen damit schnell gelingen, aus den vielen Profilen, diejenigen herauszufiltern, die versprechen, was sie halten und ihre Ideen von einem passenden Partner erfüllen. Natürlich werden Ihnen auf dem Weg zum Happy End mit Mr. Right sehr viel mehr Männer begegnen, die nicht ihren Wünschen entsprechen. Da unterscheidet sich das Internet nicht von der Realität. Deshalb sollten Sie mit einer gehörigen Portion Humor an die Sache herangehen. Dann wird Ihnen die Partnersuche im Internet sogar richtig Spaß machen.
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Amüsanter Rückblick auf meine Netz-Zeit Ich lese auch heute noch immer wieder gerne meine Original-Mailkontakte, die ich in meinem Buch veröffentlich habe und amüsiere mich köstlich. Mal sind sie schreiend komisch. Mal verblüffend absurd. Darunter sind auch viele Mails von den Söhnen der Herren, nach denen ich im Netz gesucht habe: Picasso (29): „Du siehst echt noch Klasse aus für Dein Alter. Lust auf ein kleines Abenteuer mit mir? ;-))“ Antwort: „Danke, aber in meinem Alter muss ‚frau’ die kleinen Abenteuer leider auslassen, um noch so klasse auszusehen ;-))“ Ich habe mir das Motto zu Eigen gemacht: Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten und die haben die entsprechenden Herren dann auch bekommen.
Gratis aber nicht umsonst: Happy End auf einer kostenlosen Flirtline Die Wahl der richtigen Partnerbörse ist ganz entscheidend für den Erfolg. Es gibt sie inzwischen wie Sand am Meer. Jede 'fühlt' sich anders an. Viele habe ich selbst getestet. In einigen habe ich mich sehr wohl gefühlt. In anderen weniger. Diese Eindrücke habe ich in den ersten Kapiteln meines Buches festgehalten. Wichtige Kriterien: Die durchschnittliche Altersklasse, die sich in der jeweiligen Community aufhält, der Kostenfaktor und was die Plattform für dieses Geld bietet. Dabei sind es nicht die teuren Börsen, die das Rennen machen. Im Gegenteil: Die teuerste Partnerbörse war gleichzeitig die langweiligste! Mein Special Tipp: Finya.de hat mir gut gefallen. Dort ist mir auch mein Partner „INS NETZ GEGANGEN“. Das schöne an dieser Community: Der Umgangston ist angenehm, die Bedienoberfläche ist leicht verständlich und sie ist für Männer wie Frauen kostenlos. Einen aktuellen Einblick in die ständig im Wandel begriffene WWWelt der Singlebörsen finden Sie unter: www.singleboersen-vergleich.de.
“Sex and the City” ist nichts dagegen Natürlich habe ich auch die interessantesten meiner circa 50 Dates zu Papier gebracht. Ich habe die schrillsten Storys erlebt, die problemlos als Drehbuch für „Sex and the City“ herhalten könnten. Überhaupt war der Promi-Faktor bei meinen Date-Partnern ausgesprochen hoch. Keanu Reeves, Thomas Heinze und George Clooney waren im Angebot. Aber leider nur als B-Ware erhältlich. Mit kleinem Fehler. Der bestand hauptsächlich darin, dass sich eine Ähnlichkeit nur bei einem bestimmten Sonnenstand am 29. Februar erkennen ließ. Nachdem ich mein Bauchgefühl fein justiert hatte, schnellte die Trefferquote für schöne Dates aber deutlich in die Höhe. Ich habe tolle Männer getroffen, die mir im realen Leben so nie begegnet wären, habe wundervolle Abende erlebt, interessante Gespräche geführt. Die anfänglichen Verlegenheitsmomente, die jeder in so einer Situation empfindet, verschwinden dabei schnell. Einige Herren hat mein Bauchgefühl in den ersten Sekunden aussortiert. Dann war ich froh, dass ich mich erst einmal nur zu einem Kaffee verabredet hatte. Andere waren aber so nah am Mr.-Right-Status, dass wir vom Kaffee zum abendlichen Wein übergegangen sind und auch weitere Treffen folgten. Dann fühlte sich der virtuell begonnene Kontakt sehr schnell ‚normal’ an. Das bestätigt auch eine Untersuchung der Uni Zürich, die darüber hinaus sogar bescheinigt, dass die virtuelle Kontaktaufnahme für schüchterne Menschen sogar leichter ist als ein Anfang im realen Leben.
Am Ende winkt das Happy End Ich kenne inzwischen viele Paare, die beweisen: Man kann auch online in eine glückliche Partnerschaft starten. Hätte ich meinen Mr. Right nicht schon gefunden, würde ich frohen Mutes weiter suchen. Denn da bin ich mir sicher: Irgendwo ist er, der richtige Partner für jeden von uns. Man darf sich auf dem Weg dorthin nur nicht von den Mr. Wrongs entmutigen lassen, die ja durchaus der Mr. Right für eine andere Frau sein können.
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